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Gesamtelternrat der Kitas und Verwaltung tauschen sich aus

Nach wie vor gibt es zum Thema Kita-Betreuung zu Corona-Zeiten und die Umsetzung neuer Lockerungsmaßnahmen noch Unsicherheiten und offene Fragen. Um diese zu beseitigen, trafen sich Gemeindebürgermeister Andreas Busch und Kita-Fachbereichsleiterin Nicole Behlendorf jetzt mit Sina Wagner und Sarah Krüger vom Gesamtelternrat der Kitas. Außerdem ist ein offener Brief für alle betroffenen Eltern geplant.

„Es ist uns wichtig, die Eltern bestmöglich zu informieren. Gerade, weil sich die gesetzlichen Vorgaben ständig ändern“, betont Bürgermeister Andreas Busch. Das sei aber gar nicht so einfach, da natürlich in der Kürze der Zeit zunächst auch intern einige Abstimmungen notwendig sind, bevor Tatsachen feststehen und weitergegeben werden können, bittet die Fachbereichsleiterin Nicole Behlendorf um Verständnis.

So ging es zum Beispiel um die Schließzeiten im Sommer. Hier werde aktuell geprüft, ob man diese teilweise aussetzen oder weitere Notgruppen anbieten könnte. Damit soll Eltern, die nach der langen Schließzeit keine Möglichkeit haben, ihre Kinder in der Zeit zu betreuen, eine Perspektive geboten werden. Hierzu seien jedoch noch viele Fragen zum Beispiel zum Einsatz des Personals offen, die aktuell mit den Kita-Leitungen besprochen werden. Das Ergebnis ist somit noch offen.

Nach aktuellem Stand dürfen maximal 13 Kinder in einer Kindergarten-, acht Kinder in einer Krippengruppe betreut werden. Die aktuell vom Land angedachten zehn Prozent Betreuungsquote seien in Lehre allerdings längst erreicht. Diese Quote soll jetzt nach und nach auf 50 Prozent ausgeweitet werden. Die Kriterien für die Vergabe von Notbetreuungsplätzen hat das Land wie folgt festgelegt:

    1. Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen
    2. Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf (Formloser Hinweis bei der Anmeldung oder Logopädiebescheinigung o.ä.)
    3. Kinder aus problematischen Familienverhältnissen (Formloser Hinweis bei der Anmeldung)

Zum Prozedere der Notbetreuung: Eltern können die Hol- und Bringzeit in der Notbetreuung innerhalb von 8 bis 15 Uhr selbst bestimmen. Ebenso die Anzahl der Tage pro Woche. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten entscheiden die Kindertagesstätten individuell darüber, in welcher Form die Hol- und Bringsituation gestaltet wird. Es gilt keine Maskenpflicht für Kinder unter 6 Jahren.

Ab dem 25. Mai 2020 werden die Kitas unterschiedliche Angebote für die Vorschulkinder entwickeln. Ebenso erarbeiten die Einrichtungen aktuell Spielgruppenangebote für Kinder, die nicht notbetreut werden. Diese sollen ab dem 8. Juni 2020 angeboten werden. Wir bitten schon jetzt um Ihr Verständnis, dass sowohl bei den Vorschulkindern als auch bei den Spielgruppen aufgrund der örtlichen Unterschiede keine gemeindeeinheitliche Lösung angeboten werden kann. Die Informationen zu den beiden Angeboten erhalten die Sorgeberechtigten zeitnah von Ihrer Kindertagesstätte.

Aufgrund der besonderen Situation hat sich die Gemeinde Lehre entschieden, auf die regulären Gebühren solange zu verzichten, bis der Kita-Betrieb wieder „normal“ läuft. Inwieweit die Notbetreuung kostenpflichtig ist, wird aktuell geprüft.

Für künftige Schulkinder sind noch folgende Punkte wichtig: Wegen der Betreuung von Vorschulkindern ist die Gemeinde mit der Landesschulbehörde noch im Gespräch, die Schuluntersuchung vom Gesundheitsamt des Landkreises Helmstedt wird in diesem Jahr wohl nicht durchgeführt, eine offizielle Absage liegt jedoch noch nicht vor. Die Anmeldung an den Grundschulen für das Schuljahr 2021/2022 erfolgt im November 2020. Die Grundschulen der Gemeinde informieren die Eltern noch über das Prozedere.

„Die schrittweise Rückkehr in die Kitas ist für die Kinder unglaublich wichtig für deren Entwicklung. Die Familien tragen eine schwere Last und Normalität muss schnellstmöglich wieder in den Alltag einkehren“, sind sich Mitglieder des Gemeindeelternrat um Vorsitzende Heike Fey einig.

Bild (Pixaby): Symbolbild Kita-Alltag

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