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Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus: Ausstellung eröffnet, Lesung geplant

Eine neue Ausstellung wurde jetzt feierlich im Rathaus eröffnet. Noch bis 4. Februar sind unter dem Titel „Das Braunschweigische Land im Nationalsozialismus“ 32 informative Tafeln der Arbeitsgruppe Heimatpfleger der Braunschweigischen Landschaft zu sehen. Der nächste Höhepunkt folgt am 20. Januar mit einer Lesung von Jürgen Gückel.

Bei der Ausstellungseröffnung begrüßte als Vertreterin des Gemeindebürgermeisters die Ratsvorsitzende Edelgard Hahn die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, bevor nach einem kurzen Schweigen in Gedenken an die Opfer, Harald Schraepler als Sprecher der AG und Initiator der Ausstellung das Wort ergriff. Zwar sei diese Zeit nur ein kurzer Abschnitt der 800-jährigen Geschichte des Landes Braunschweig gewesen, aber ein besonders leidvoller: „Die Jahre 1933 bis 1945 waren zwölf schwierige und furchtbare Jahre. Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger und auch Schulklassen, sich die Ausstellung ansehen und sich auf diese Weise mit der Geschichte dieser Zeit auseinander setzen. Wir sind alle aufgerufen, dazu beizutragen, dass solche Verhältnisse nie mehr in Deutschland eintreten.“

Dazu lädt auch die nächste Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung ein: Unter dem Titel „Klassenfoto mit Massenmörder“ liest Jürgen Gückel am Montag, 20. Januar, um 18 Uhr im Rathaus Lehre aus seinem Buch zum Doppelleben des Volksschullehrers Artur Wilke: Ein halbes Jahrhundert hat sich der Peiner Autor und Journalist Jürgen Gückel Zeit gelassen, der Frage nachzugehen, warum sein erster Lehrer an der Volksschule Stederdorf, Landkreis Peine, so plötzlich weg war – aus dem Unterricht abgeholt, offenbar von der Polizei, für ein Jahrzehnt verschwunden und vom ganzen Dorf verschwiegen.
Die Recherche nach Leben und Taten des Lehrers Walter Wilke, der in Wahrheit Artur hieß und ein studierter Theologe und Massenmörder war, sollte Jahre dauern und niemals zu einem abschließenden Ergebnis führen. Zutage gefördert wurde die verwirrende Familiengeschichte eines fanatischen Nationalsozialisten und SS-Führers, dessen erste Ehe von Heinrich Himmler persönlich genehmigt wurde, der binnen weniger Kriegsjahre vier Kinder zeugte, der 1945 in die Rolle seines gefallenen Bruders schlüpfte, zur Tarnung seiner wahren Identität erneut heiratete, schließlich als vermeintlicher Onkel Vormund seiner eigenen Kinder wurde und mit den Lehrerabschlüssen seines Bruders eine ganze Generation Schüler der Volksschule Stederdorf unterrichtete. Und das unter heimlicher Duldung durch die britischen Besatzungskräfte.

Der Eintritt ist frei!

Zu den Fotos:
Ausstellungseröffnung (Foto der Gemeinde Lehre): Lehres Ortsheimatpfleger Wilhelm Knigge, Ratsvorsitzende Edelgard Hahn, AG-Sprecher Harald Schraepler und Flechtorfs Ortsheimatpfleger Manfred Zink bei der Ausstellungseröffnung.
Lesung (Foto der Braunschweigischen Landschaft): Das Buch, aus dem Autor Jürgen Gückel am 20. Januar liest.

Öffnungszeiten des Rathauses Lehre

Montag:
08:30 - 12:00 Uhr

Dienstag:
08:30 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch:
geschlossen

Donnerstag:
08:30 - 12:00 Uhr
14:00 - 15:00 Uhr

Freitag:
08:30 - 12:00 Uhr

rathaus@gemeinde-lehre.de 

Tel.: 05308/ 699 - 0 

Fax: 05308/ 699 - 66

Marktstraße 10
38165 Lehre

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